Diskussion: Falsch gedacht?

Geld war gestern2Heute begann auf Google+ eine Diskussion über ein leben ohne Geld welche ich hier zum nachlesen und beteiligen veröffentliche.

BernhardBernhard Degand inspirierte mich guten Fragen zu, ich denke mal, guten Antworten.

Liebe Leute, ihr habt euch da etwas verirrt.

Ihr seid nicht gegen Geld, denn ohne Geld kommen wir nicht aus.

Der Tauschhandel würde in unserer arbeitsteiligen Welt nicht mehr funktionieren.

Und nur für Geld wurde auch noch nie gemordet.

Geld ist nicht das Problem sondern Egoismus und Habgier nach Macht und Reichtum. Und bitte verwechselt nicht Reichtum mit Geld. Wenn Geld nichts mehr wert ist, zum Beispiel nach einer Hyperinflation, dann ist es auch nicht mehr erstrebenswert. Es geht um den Gegenwert von Geld und den kann man durchaus essen und trinken. Aber auch materieller Reichtum ist keine Schande, eine Schande ist es, wenn man egoistisch handelt und von sich selber denkt, dass man wirklich mehr leistet und mehr Wert ist, nur weil man mehr Geld verdient. Eine Schande ist es, andere Menschen in welcher Weise auch immer zu erniedrigen nur um selber reicher zu werden. Aber mit Geld hat mit Egoismus nichts zu tun. Geld ist nur ein Mittel für einen besseren Handel. Genauso gut könnten wir der Luft die Schuld geben, weil nur Menschen die atmen auch töten können.

logouru03Dazu entgegnete ich:

Ich denke eher Du hast den Sinn des Lebens noch nicht verstanden. Geld ist nur eine Erfindung einiger Weniger die nicht genug bekommen können.

Niemand bezahlt auf dieser Welt, nur der Mensch der nutzt das Geld.
Alles gehröt eigentlich jedem und niemandem. Wir müssen es nur endlich anders sehen.
Also weg mit dem geld sich als Gemeinschaft verhalten und jedem das geben was er zum Leben braucht.
Niemand muss etwas besitzen und doch kann er alles nutzen in dem Moment wo er es benötigt. ES müsste niemandem an etwas fehlen.
Du +Bernard Degand solltest erst einmal Deine nicht schlechten Ansätze zu Ende denken bevor Du meinst ich hätte mich da in etwas verirrt.
BernhardBernhard:

Ich bin aber nicht für den Kommunismus, der aus deiner Ansicht resultiert sondern für Leistungsgerechtigkeit und auch eine gewisse Konkurrenz. Im Moment haben wir keine Leistungsgerechtigkeit weil die Vermögensunterschiede viel zu groß sind, im Kommunismus wären diese Unterschiede aber viel zu klein und auch so ein Modell wäre sehr anfällig für Egoismus, denn wenn jeder das gleiche bekommt, dann können einige dafür weniger tun als andere. Die Lösung liegt bei der Leistungsgerechtigkeit und die Leistung sollte nach Aufwand bemessen werden. Egoismus bedeutet für mich, dass man Dinge verlangt die einem nicht zustehen.

Nun zu deinem angeblich ausgearbeitetem Weltbild. Wieso hast du gerade gepostet, dass man Geld nicht essen kann? Das ist doch echt Niveau los weil ja nur der Gegenwert der Geldes entscheidend ist und das Geld nur als eine gesellschaftliche Absprache dient, die jemand anderem eine Leistung oder ein Produkt garantiert.

logouru03Dann wieder ich:
Was hat das mit Kommunismus zu tun? Kommunismus ist auch nur eine politische Form welche nicht funktionierte für die Masse. Nur einige Wenige verfügten über Geld und das hinter verschlossenen Türen.
Denke dich doch mal ganz weg von dem Dreck.
Hinterfrage doch mal alles. Träume doch mal.
Bei 99,9% alles Probleme und Fragen wird im Hintergrund Geld lauern.
Egoismus, den müssen wir bekämpfen. Wozu brauch denn eine Mensch mehhere Dinge auf einmal wo er eines noch nicht mal richtig nutzen kann? Haus Auto Boot Pferd usw.
Niemand muss mit solchen Dingen einen Status aufbauen. Wir sind doch alle Menschen. Da ist niemand besser oder schlechter als der Andere. Jeder kann seine eigene persönlichkeit habe und sich damit profilieren. Aber braucht man dazu Geld und materielle Gegenstände?
Lies dich mal ein bitte auf meiner Webseit www.og.uy. zu diesem Thema.
Und wie gesagt, hinterfrage wo überall Geld im Hintergrund lauert.
andymoonAndy Moonlight stieß zu dieser Diskussion hinzu:
Lieber Bernhard, in gewisser Hinsicht gebe ich dir Recht, wer viel besitzt und dennoch die Ungerechtigkeit erkennt und gerne etwas davon abgibt oder in sinnvolle helfende Projekte steckt, lebt das Verständnis und nicht die Gier.
Solche Menschen gibt es auch, wenige, aber es gibt sie.
Dennoch wäre ein Tauschhandel nicht verkehrt, immerhin braucht man dazu keine Banken, Zinsen und Börsen, sondern kann in Naturalien oder Sachgegenstände tauschen. Warum nicht, finde ich sehr sozial, sofern die Erlöse davon nicht auch wieder in Form von Steuern belangt wird.
BernhardBernhard wieder:
Ich kann deine Meinung gut nachvollziehen, ehrlich, aber wir Menschen sind doch dafür geschaffen immer ein Ziel vor Augen zu haben und in unserer Gesellschaft lautet dieses Ziel Anerkennung die zum Teil durch den Status erreicht wird.
Welches Ziel sollten wir in einer Gesellschaft haben, in der es verpönt ist, anders zu sein?
In der es verpönt ist, zu versuchen hervorzustechen? Ich lebe nach dem Motto, dass man dem Leben selber einen Sinn geben muss indem man sich Ziele setzt.
Und doch, die Gesellschaft die du meinst nennt sich Kommunismus, du meinst bloß eine andere Form des Kommunismus in der die Kapitalisten nicht durch Parteibonzen ersetzt werden.
Bernhard nochmals:
Ich habe Grade noch mal auf deiner Seite gelesen und muss dir beim Punkt „Teilen“ zustimmen. Es ist sehr viel leichter wenn wir teilen, weil wir sowieso nicht immer alles nutzen.
logouru03Dann wieder ich:
+Andy Moonlight
Wir brauchen auch keinen Tauschhandel.

Einfach geben und gut ist es.

Tausch ist doch auch wieder nur eine Art Bezahlung.
Geht doch mal von dem Gedanken aus, dass alles auf dieser Welt dem Menschen gehört.
Nicht nur einem einzigen der es gefunden und gefördert hat. Sonder allen.
Warum sehen wir uns nicht als weltweite große Gemeinschaft?

Als Menschen?

In der Familie gibt es doch auch keinen Tauschhandel! Da sorgt doch auch einer für den Anderen.
Warum also nicht in der Familie der Menschen leben?
Warum nicht gemeinschaftlich auf dieser Erde in Frieden und Zufriedenheit leben und uns weiter bilden.
Die Erde ist doch nicht alles was es gibt!
Auch diese ist nur ein Teil vom Ganzen.
Geld hält uns klein.
Gier und Neid hindern uns daran uns weiter zu entwickeln.
Keiner löst sich vom Geld aus Angst er könnte weniger haben als vorher.
Dabei ist es genau das Gegenteil.
Man hat mehr wenn man ohne Geld lebt.
Wenn Du etwas brauchst bekommst Du es. Egal was es ist.
Funktioniert doch heute auch schon mit den Waffen.
Bezahlt wird mit Computerzahlen, einer virtuellen Währung die null Sicherheiten hat.
Amerika lebt seit Jahren ohne Geld und niemand merkt es.
Nur die Großen drücken auf ihre Computer und erzeugen etwas was sie eigentlich auch nicht mehr reell haben. Die Kleinen hält man klein und kontrolliert sie mit diesem Geld.
+Bernard Degand
Siehst du da kommen wir doch an den Punkt. Auch anders produzieren.
So produzieren, dass es lange hält und nicht gleich kaputt geht. usw.
Umdenken müssen wir. Dann geht es auch unserer Erde besser.
Niemand braucht 2 Autos gleichzeitig. keiner braucht 2 Handy im selben Moment. Oder 2 Wohnungen an verschiedenen Stellen. Oder 3 Häuser in verschiedenen Ländern.
Wichtig ist es doch, dass man es hat wenn man es haben will. Das ist ein Frage der Organisation.
Genau wie der Hunger in der Welt.
Waffen können wir überall hinbringen.
Aber dafür sorgen, dass die Menschen dort wo sie leben und geboren wurden satt werden, dazu sind wir nicht in der Lage.
Wie krank ist das denn bitte?
BernhardBernhard:
+Andy Moonlight ich bin auch gegen die Zinsen aber deshalb brauchen wir nicht das Geld abzuschaffen. Die Zinsen sind nicht im Geld verankert, es ist nur eine Festlegung unserer Gesellschaft die wir auch wieder abschaffen können. Die Zinsen können nicht der Grund für das Abschaffen von Geld sein. Es gibt auch schon alternative Modelle, die trotzdem das Geld im Umlauf behalten, denn das ist ja das Problem weswegen die Zinsen überhaupt einen Sinn machen. Ohne die Zinsen gäbe es keinen Anreiz, einen Kredit wieder zurückzuzahlen. Das neue Modell nennt sich Kreditumlaufgebühr und würde die Zinsen ersetzten ohne die negative Eigenschaft, dass es überhaupt nicht genug Geld gibt um alle Kredite zurückzuzahlen.
andymoonAndy:
+Bernard Degand Stimmt, dafür müssten wir global jegliche Konzerne und korrupte Regierungen und Eliten Standards eliminieren.
logouru03Dann ich wieder:
+Bernard Degand
Wenn Du heute die Zinsen abschaffst, wer sagt dir nicht, das es morgen wieder einer einführt?
Warum nur die Symptome bekämpfen und die Krankheit am leben lassen?
Ohne Geld könnten wir so viel friedlicher leben.
Wir müssen uns nur vom Gedanken des Eigentums lösen. Denn nichts gehört uns wirklich.
Gehen wir, so gehen wir so wie wir gekommen sind nackt und ohne etwas.
Eigentum ist nur eine Modeerscheinung derer die sich bereichern wollen.
Die haben auch das Geld erfunden und die Zinsen.
BernhardBernhard:
Sollen wir dann wieder steinzeitlich leben oder weiter wie bisher und alles teilen?
logouru03Meiner Einer:
+Bernard Degand
wieso denn Steinzeitlich?
Wir haben doch Alles was die Steinzeit nicht hatte.
Es würde doch weiterhin produziert.
Denkst Du etwa nur weil das Geld weg ist würde alles zusammen brechen?
Sicherlich nicht. Alles läuft weiter. Wir denken nur um.
Es ist doch nur, dass das Geld weg fällt.
Das ist ja auch nicht schlimm, denn es ist doch nur dazwischen geschaltet.
Wir könnte forschen ohne auf Kosten zu achten!
Wir könnten produzieren ohne auf Kosten zu achten.
Wir könnten endlich heilen ohne auf Kosten zu achten.
Wir könnten wieder arbeiten ohne auf Kosten zu achten.
Wir könnten Urlauben ohne auf Kosten zu achten.
Denkt Euch doch einfach mal die Kosten weg.

Was wird alles getan nur um ans Geld zu gelangen.

Man schreckt nicht davor zurück die Menschen krank zu machen, sie umzubringen, sie zu versklaven und auszubeuten. Neue Technik wird unterdrückt weil mit ihr nichts mehr zu verdienen wäre.
All das fällt weg.
BernhardBernhard wieder:
die Frage ist aber ob wir das alles organisieren können. Es wird schnell zu Mängeln und Überfluss kommen.
logouru03Dazu ich:
Wozu bitte haben wir ein Weltumspannendes Internet?
Waffen und Munition bringen wir doch auch überall hin.
Menschen können wir überall töten, sogar aus der Ferne mit Drohnen.
Diese könnten statt Bomben auch Care Pakete abwerfen.
Wir müssen nur umdenken und umstrukturieren.
Alles ist da! Es wird nur falsch genutzt.
Wir können sogar in verschiedenen Sprachen, dank Übersetzer, miteinander kommunizieren.
Also gibt es nicht wirkliche Hindernisse um das umzusetzen und zu organisieren.
Das größte Hindernis sind wir selbst, die wir nicht das wirklich Mögliche sehen, weil uns das Geld verblendet!
Ende dieser Diskussion.
Jeder der dazu einen Einwand oder Kommentar schreiben möchte ist hiermit herzlich eingeladen.
Ich stehe Jedem zu diesem Thema zu Verfügung und freue mich um Anreize damit wir weiter kommen.
Vielen Danke und liebe Grüße
Peter
Bitte teilen! :)
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About Peter

Weit gereister, 61 Jahre junger Mann, der seine gesammelten Erfahrungen nicht für sich behalten möchte und diese auf diesem Weg an Interessierte weiter gibt. Nach seinem Auswandern von Deutschland nach Uruguay hat er endlich die Zeit und Muße sich seinem Hobby Internet zu widmen, wie man unschwer an den vielen Projekten bei denen er beteiligt ist erkennen kann.

3 Replies to “Diskussion: Falsch gedacht?”